Veröffentlichung 03.07.2015
Dauer 90
Rubrik
  • Ernährung
  • Tierrechte
  • Gesprächsrunde

Beschreibung

Zart und saftig liegt es zum Angrillen auf dem Rost: Das Lämmchen, das vor kurzem noch auf vier Beinen stand, brutzelt nun – gesalzen, gepfeffert und fein mariniert – über dem Feuer und ist das kulinarische Highlight der Grillparty. Für die einen an gutem Geschmack, für die anderen an grenzenloser Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Beim Thema Essen prallen Welten aufeinander: Was früher selbstverständlich war, um einfach nur satt zu werden, wird zum Politikum: Fleisch! Und so trennt sich bei der Frage nach der Wurst heute die Spreu vom Weizen. Fakt ist: Die Zahl der Vegetarier und Veganer steigt Jahr um Jahr. Immer mehr essen bewusster und definieren sich gleichzeitig über das, was bei ihnen auf den Teller kommt. Sie sind überzeugt: Was ich esse, das bin ich. Aber auch diejenigen, die einem Stück Fleisch Kultstatus verleihen, sind im Aufwind: Kernige Männer in Kochschürzen zelebrieren auf der Terrasse ihren Holzkohlegrill, der sich preislich fast schon einem Gebrauchtwagen nähert und legen mit einer Hingabe Fleisch auf wie früher der DJ seine Platten. Edel-Steakhäuser, die Fleisch mit feinster Fettmarmorierung zu saftigen Preisen anbieten sind ebenso auf Erfolgskurs wie Hochglanzmagazine, die Schweinehälften aufwändig ausgeleuchtet in Szene setzen und den Genuss von Fleisch gerne mal mit einem sexuellen Höhepunkt vergleichen. Derart Tierisches ist für eingefleischte Vegetarier garantiert kein Gipfel des Vergnügens. Ist es überhaupt noch zeitgemäß, Fleisch zu essen? Welche Konsequenzen hat eine fleischlose Ernährung für die Gesundheit? Kann das richtige Essen die Welt verändern? Antworten gibt es bei Michael Steinbrecher im Nachtcafé.

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